Kinder stark machen

„Kinder stark machen“  

Die Kooperation der Umweltstation Rothsee mit den Ganztagesklassen im Landkreis Roth

 

Seit Jahren ist die Zusammenarbeit der LBV Umweltstation Rothsee mit Schulen im gesamten Landkreis etabliert.

 

Die 5. und 6. Klassen der Ganztagesklassen des Sonderpädagogischen Förderzentrums Roth und der Mittelschulen Abenberg sowie Allersberg beschäftigen sich das ganze Schuljahr einmal die Woche für zwei Schulstunden mit Themen aus dem Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Seit dem Schuljahr 2012/13 kooperiert die Umweltstation auch mit der Grundschule Hilpoltstein und arbeitet einmal die Woche für zwei Schulstunden mit einer 1. und einer 2. Klasse zusammen.

 

Steht bei den jüngeren Schülern noch die Erkundung von Lebensräumen im Mittelpunkt, so lernen die höheren Klassen gemeinsam über Ernährung, Fairen Handel, Wasserversorgung und Erneuerbare Energien.

Besonderes Augenmerk des pädagogischen Teams der LBV-Umweltstation Rothsee liegt dabei neben den Projektinhalten auf einer Werte- und Kompetenzbildung der Schüler.

Um die komplexen Zusammenhänge zwischen der ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimension nachhaltiger Entwicklung nachzuvollziehen und an Lösungen für heutige und an künftigen Problemen mitzuarbeiten, benötigen die Kinder vor allem die in den LBV-Unterrichtsstunden vermittelte Reflexionsfähigkeit und vorausschauendes Denken. Durch die intensive Zusammenarbeit in der Gruppe an einer gemeinsamen Aufgabe entwickeln die Schülerinnen und Schüler die Kompetenzen und die Solidarität zu Verständigung und Kooperation.

Die Kooperation des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) an Schulen im Landkreis Roth ist von der deutschen UNESCO-Kommission für ihr besonderes Engagement als „offizielles Projekt der UN Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2010/2011“ ausgezeichnet worden.

Eines der Projekte 2014: Kreative Fotostories zu skurilen Asservaten

Vom Tiger zum Tigerpflaster
Vom Tiger zum Tigerpflaster
Vom Wolfsschädel zum Wolfsschutzgebiet
Vom Wolfsschädel zum Wolfsschutzgebiet
Aus dem Urlaub in den Knast
Aus dem Urlaub in den Knast

 

Marie Radicke von der Umweltstation hat in der 6. Ganztagesklasse des Sonderpädagogischen Förderzentrums Roth im 2. Halbjahr 2014 ein besonderes Projekt begleitet: Mithilfe des WWF-Artenschutzkoffers, in dem eine Vielzahl an beschlagnahmten Urlaubssouvenirs tierischen Ursprungs zu finden sind, hieß es für die Schüler, sich in Kleingruppen Geschichten zu einem der Asservate zu überlegen. Für Leonie, Natascha und Celin war gleich klar, dass sie sich etwas zu dem "Schlangenwein" - eine Flasche mit einer Kobra und einem Skorpion in Alkohol eingelegt - überlegen werden, der angeblich gegen Rheuma hilft. Die Handlung war schnell auf die Beine gestellt und drehte sich um Wilderer, die die Tiere töten, den Wein illegal an Touristen verkaufen, diese werden krank bei dem "Genuss" des Getränks, die ganze Sache kommt ans Licht und die Touristen müssen büßen. Nachdem die Geschichte stand, ging es dran, eine Foto-Story zu entwickeln, in der die Handlung dargestellt wird. Szenen mussten überlegt werden, benötigte Requisiten bestimmt werden, etc. In der darauffolgenden Stunde spielten die Schüler ihre jeweilige Geschichte nach und fotografierten sie ab, um anschließend die Fotos auf einem Plakat mit Text zu versehen und zu einer Foto-Story zu formen. Die Ergebnisse von allen Gruppen konnten in einer Vernissage beäugt werden und schlussendlich wurde das beste Plakat von den Mitarbeitern der Umweltstation und den Schülern selber prämiert.

Das Projekt sollte ein Bewusstsein für illegale Wilderer und die Ausbeutung gefährdeter Tiere schaffen, genauso wie die Kreativität der Schüler fördern.

 

 

Ein weiteres Projekt 2014: Wasser, Erde, Feuer, Luft

Die Kooperation der Ganztagsklasse Hilpoltstein mit der Heilpädagogischen Tagesstätte des Auhof geht in die letzte Runde

 

Was brennt und was brennt nicht? Was muss man beachten, bevor man ein Feuer entfacht? Ist ein Erwachsener in der Nähe, der mit hilft? Mit all diesen Fragen beschäftigten sich die Kinder der Heilpädagogischen Tagesstätte des Auhof zusammen mit den Kindern der 2. Klasse Ganztag im Rahmen des Kooperationsprojekts der LBV Umweltstation Rothsee. Lena Buckreus sitzt mit FÖJlerin Verena und Praktikantin Nora mit den Kindern an den von Elke Pröbster von der Tagestätte vorbereiteten Feuerschalen. Zunächst dürfen die Kinder ausprobieren, auf welche Weise Feuer entfacht werden kann. „Mit dem Streichholz, dem Feuerzeug oder auch mit Feuersteinen“, weiß Michael. In einem Wildniskocher wird ein kleines Feuer geschürt, das die Kinder mit Nahrung „füttern“ müssen, damit es nicht ausgeht – schließlich wollen alle Kinder am Ende, dass aus den Maiskörnern im Topf leckeres Popcorn wird. Mit dem Projekt möchte Buckreus die Kompetenzen der Kinder fördern. Soziale Kompetenz, Bewegungskompetenz werden dabei ebenso geschult wie Achtsamkeit.
Die Freude der Schülerinnen und Schüler ist riesig, als die erste Körnen aufpoppen und verspeist werden können.

Das Programm zum Thema Feuer ist Teil der sechsteiligen Kooperationsreihe, die vom Lions Club Roth Hilpoltstein mitfinanziert wurde. Am 2.7. endet das Projekt mit einem Abschlussfest am Erlebnisbauernhof.

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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